Mittwoch, 19. März 2025

Z. Z. LV [»Der Tösstaler« von Walter Graf (2025)]

 


[»Le Désespéré«, Gustave Courbet (1843 – 1845)]



Wie lange haben die Hunde den Mond angebellt, ohne dass er sein Schweigen gebrochen hätte.

[Gerhart Hauptmann »Einsichten und Ausblicke. Aphorismen«]




[»Strand«, Gustave Courbet (1863)]



Nirgends rauschen die Laubwälder süßer und erquickender als am kahlen Strand, wo keine sind.

[Gerhart Hauptmann »Einsichten und Ausblicke. Aphorismen«]



Der Tösstaler



Am Vorabend hatte es bei meinem Bruder Erich ein Saufgelage gegeben. Es war so spät geworden, dass seine letzten Gäste bei ihm übernachtet hatten. Während ich im unbenutzten Bett des Kinderzimmers schlief, legte sich Sepp im Wohnzimmer auf den Spannteppich, wo er es sich auch in der darauffolgenden Nacht wieder bequem machen sollte.

An jenem Tag zwischen diesen beiden Nächten trieb ich mich mit Sepp im nahen Scherbenviertel herum. Wir waren, nachdem wir uns notdürftig gekämmt und gewaschen hatten, ohne zu frühstücken zur Bäckeranlage gegangen, wo das Restaurant Schönau bereits geöffnet worden war. Hier befand sich Sepp unter seinesgleichen. Unter lauter Trunkenbolden, von denen jeder schon die eine oder andere Entziehungskur angefangen und abgebrochen hatte. Einer von ihnen, ein hochgewachsener Mann mit schütterem Bart pflanzte sich, auf seine Krücke gestützt, neben unserem Tisch auf und fragte Sepp: «Was war gestern zwischen acht und elf Uhr abends? Mir fehlen drei Stunden!» Von Tisch zu Tisch humpelnd, hoffte er von jedem, den er in der fraglichen Zeit hätte getroffen haben können, Aufschluss zu erhalten.

Wäre ich an diesem Tag alleine unterwegs gewesen, so hätte ich es nie so lange in derselben Kneipe ausgehalten; ich hätte auch niemanden kennengelernt. In der Begleitung von Sepp wurde ich am Stammtisch der Schönau anstandslos aufgenommen, obwohl ich viel jünger war als die übrigen Gäste. Ich nahm zwar kaum an ihrer ohnehin schleppenden Unterhaltung teil, aber ich beobachtete sie aufmerksam. Diese Männer verdienten sich das Geld, das sie hier für Zigaretten und Bier ausgaben, als Gelegenheitsarbeiter. Man sah sie, wenn man mit dem Bus am Güterbahnhof vorbeifuhr, jeweils an der Hohlstrasse stehen, wo sie darauf warteten, von einem der Transportunternehmer abgeholt zu werden, der sie für ein paar Stunden dazu anstellte, sein Frachtgut an einer Rampe ein- oder auszuladen. Sogenannte Schwarzarbeit, für die man bar bezahlt wurde. Sepp schien die meisten von ihnen zu kennen, was jedoch nicht hiess, dass er mit einem von ihnen befreundet war. Jedenfalls schloss sich uns niemand an, als wir gegen Abend in die Räuberhöhle gingen.

Bis dahin dauerte es allerdings noch etliche Stunden, die wir teilweise in einer Art Dämmerzustand verbrachten. Sepp hatte von der letzten Entziehungskur, die er abgebrochen hatte, noch ein Fläschchen Pillen übrig, von denen er sich manchmal eine einwarf, um die Wirkung des Biers zu verstärken, das wir in einem fort tranken. Librium – eigentlich ein Mittel, das Bedürfnis nach Alkohol zu dämpfen. Dank dieses Tranquilizers wurde Sepp wenigstens nicht aggressiv, wenn ihm die Nase von jemandem missfiel. Hatte er sich nicht soeben noch mit jemandem angelegt, der neben ihm sass, einem knapp mittelgrossen Mann, der für einen Säufer noch ziemlich jung war? Strähniges Haar fiel ihm in die tief gefurchte Stirn, über die er dauernd mit der Hand wischte, als wollte er seinen benebelten Kopf freibekommen. Er versuchte sich an den Namen des Westernstars zu erinnern, über dessen Filme er zu reden begonnen hatte. «Audie Murphy?», fragte ich. Offenbar war dies einmal sein Idol gewesen. Sepp, der nur auf eine Gelegenheit gewartet zu haben schien, um ihn herunterzumachen, sagte, das sei doch so ein falscher Hund gewesen wie er; der habe immer Schurken gespielt, ein schmieriger Typ… «Du bist auch so einer, das habe ich dir auf den ersten Blick angesehen.» Ein Geplänkel, aus dem kein handfester Streit wurde, weil der andere sich nicht darauf einliess. Abgesehen davon, dass das Librium zu wirken anfing…

Mir gegenüber sass ein Mann mit dröhnender Stimme, der Konrad hiess. Eine imposante Erscheinung, lehnte er sich weit zurück, um seinem Bauch Platz zu verschaffen. Er hatte langes dunkles Haar und einen grauen Vollbart. Wenn er zu sprechen anhob, verstummten alle um ihn herum. Ihre Blicke hingen gebannt an seinem Mund, dem sich die Worte, die er mit ausholenden Gesten unterstrich, nur widerstrebend entrangen. Sein Gesicht zuckte krampfhaft beim Sprechen, als würde es ihn übermenschliche Anstrengung kosten, einen Satz zu bilden. Aber so sehr er sich auch bemühte, es kam nicht viel dabei heraus; der ganze Aufwand an Mienen und Gebärden war insofern vergeblich, als er einen nicht über die Tatsache hinwegzutäuschen vermochte, dass er kein grosser Redner war. Trotzdem hinterliessen seine Worte einen bleibenden Eindruck, zumindest bei mir. Allerdings ist es hinterher schwer zu sagen, ob sie wirklich die Bedeutung hatten, die ich ihnen beimass.

Wenn Konrad lachte, wabbelte nicht nur sein Bauch, es schüttelte ihn von Kopf bis Fuss. Traf er auf dem Weg zur Toilette mit einem Bekannten von einem der anderen Tische zusammen, so drehte er sich, wenn er ein paar Worte mit ihm wechselte, wie ein Tanzbär um sich selber. Was hatte er eigentlich gesagt, bevor er aufgestanden war? Er hatte, genau genommen, doch blosse Satzfetzen ausgestossen, wie zum Beispiel: «Ich bin ein alter Tösstaler! Ich weiss, wo das Haus meiner Eltern steht… Mehr braucht es ja nicht…» Je länger ich über diese Gedankenbruchstücke nachsann, umso klarer wurde mir, dass ich mich nicht von Konrads Onemanshow hatte blenden lassen; nein, sie ergaben durchaus einen Sinn. In dem Tagebuch, das ich in jener Zeit führte, verglich ich seinen scheinbar sinnlosen Wortschwall sogar mit einem der Kernsätze von Gerhart Hauptmann. Dem Satz, den der Dichter in seinem Drama «Die Weber» einem Lumpensammler in den Mund gelegt hatte: «A jeder Mensch hat halt a Sehnsucht.» Und wo lag das Ziel dieser Sehnsucht, wenn nicht dort, wo man hergekommen war? Zu Hause? Auch wenn alle einen anderen Namen für dieses Ziel hatten, so waren sie sich doch einig darüber, wo sie es finden würden: dort, wo sie herkamen. Für Konrad stand der Name dafür fest; es war der Name seines Geburtsortes in der Ostschweiz. Gewiss war er seit Jahrzehnten nicht mehr dort gewesen, wo sein Elternhaus gestanden hatte. Es wäre ihm in der Zwischenzeit mehr als einmal möglich gewesen, einen Fahrschein nach Winterthur zu lösen und den Ort aufzusuchen, an dem er zur Welt gekommen war. Aber inzwischen wohnten wohl andere Leute in dem Haus, sofern es überhaupt noch stand. Er war seiner Heimat näher, wenn er sie so in Erinnerung behielt, wie sie früher gewesen war. Am nächsten fühlte er sich ihr vielleicht, wenn er abends, in sich selbst versunken, vor der letzten Flasche sass und an seinem Stumpen sog, ohne zu wissen, ob er sich nun in dieser oder in jener Kneipe befand, in der Räuberhöhle, im Werkhof oder in der Schönau.

Schon jetzt sank dem einen und dem anderen der Trinker das Kinn auf die Brust; vergeblich gegen den Schlaf ankämpfend, gaben sie es schliesslich auf und legten die Wange auf ihre Arme, die sie auf dem Tisch verschränkt hatten, um ein Nickerchen zu machen. Erst mittags, als einige Arbeiter aus der Kälte hereinkamen und sich von der Kellnerin die Speisekarte reichen liessen, wurden sie wieder munter. Auch ich bestellte mir ein Menü; wusste ich doch, dass man mit leerem Magen nicht viel vertrug. Wie Sepp es hielt, weiss ich nicht mehr. Nach dem Essen rief ich in der Telefonkabine Marianne an, die einen der Tage hatte, an denen sie im Bett blieb. Dass ich an einem solchen Tag nichts von mir hören liess, ging nicht an; schliesslich wusste man nie, ob sie überhaupt noch lebte; man musste jeweils mit allem rechnen. Ich sagte ihr, ich hätte bei Erich übernachtet, würde aber heute Abend wieder nachhause kommen. Bis dahin sollte ich mit Sepp noch ein paar weitere Lokale abklappern.

Gegen Abend landeten wir, wie hätte es auch anders sein können, in der Räuberhöhle. Aus der Dunkelheit kommend, blendete uns das elektrische Licht in der vollen Gaststube. Wir setzten uns nach hinten und schauten uns um. Sepp nannte mir die Namen einzelner Gäste, die mir auffielen, und konnte mir über jeden von ihnen etwas erzählen – Einzelheiten, die ich später literarisch zu verarbeiten gedachte. Diese Spelunke, die eigentlich Tessinerkeller hiess, wurde nicht umsonst Räuberhöhle genannt. Manchmal mischte sich ein Zivilpolizist unter die Gäste, der einem mutmasslichen Straftäter auf den Fersen war. Ein junger Bursche, der nicht so aussah, als würde er auf der Fahndungsliste der Kripo stehen, aufgeregt, die Haare zerzaust, trat an unseren Tisch und nahm, kaum war ein Stuhl frei geworden, Platz. Er schien ein dringendes Anliegen zu haben, mit dem er sich nicht an jeden gewandt hätte. Nachdem er ein Fläschchen Coca Cola bestellt hatte, rückte er mit der Sprache heraus. Er brauchte noch heute einen Ersatz für den Führerschein, der ihm für einstweilen entzogen worden war. Gewohnt, am Freitagabend auf der Autobahn mit Vollgas drauflos zu fahren, litt er an Entzugserscheinungen. Ein Raser…

Da war er bei uns gerade an die Rechten geraten, wo wir doch beide noch nie ein Fahrzeug gelenkt hatten. So sehr es uns ehren mochte, dass er uns ins Vertrauen gezogen hatte, wir konnten ihm nicht helfen. Sepp unternahm immerhin den Versuch, ihn von seiner fatalen Sucht abzubringen, indem er ihm empfahl, zu saufen statt zu rasen. «Du bist ein Alkoholiker, du hast es nur noch nicht gemerkt. Du bist wie ein Vergifteter hinter etwas her und glaubst, du hättest es beim schnellen Autofahren gefunden. Damit gefährdest du nicht nur dein eigenes Leben, sondern auch das der anderen Verkehrsteilnehmer. Du meinst, es sei die Geschwindigkeit, was du brauchst, dabei ist es der Alkohol. Probier es nur mal aus», sagte er und hielt ihm herausfordernd sein Glas hin, «dann siehst du es selbst.» Der Junge schüttelte unbeirrbar seinen Kopf. Vielleicht würde er eines Tages, falls er nicht vorher tödlich verunglückte, noch einsehen, dass Sepp recht gehabt hatte. So dachten wir für uns.

Man konnte über Sepp Koller sagen, was man wollte, eines musste man ihm doch lassen: Er hatte in all den Entziehungskuren, die er abgebrochen hatte, gelernt, dass die Sucht einem nur als Ersatz für etwas anderes diente. Etwas, für das auch Sex womöglich nur ein Ersatz war.


Mittwoch, 19. Februar 2025

Bzw. ۲ ۷ ۲ [»Dawn«: Three poems by Boris Greff (in German and English language)]

 


σούρουπο«, Lorena Kirk-Giannoulis]



Not knowing when the Dawn will come,

I open every Door,

Or has it Feathers, like a Bird,

Or Billows, like a Shore—

[Emily Dickinson (1896)]




[»Dawn's Early Vengeance«, Trevor Dunn's Trio-Convulsant (2004)]




Dämmerung


In prachtvollen Farben leuchten

Pfauenfedern bis in ferne Ecken;

wie verblassen sie jedoch

gegen das Schneefeuer

im Gefieder weißer Schwäne.

Gefallene Masken

bringen keine Enthüllung;

das zarte Gesicht dahinter

bleibt auch offen ein Mysterium

deine perlmuttfarbene Haut

ist selbst unverhüllt nicht nackt

sie ist eine dünne Schicht

zwischen Hier und Himmel

die über das Fleisch hinausgeht

wenn die blanke Seele hervortritt

erzeugt sie eine Stichflamme

die um sich herum alles verbrennt

was sich nicht schmieden lässt zu Liebe

in den Hammerschlägen der Zeit.





σούρουπο II«, Lorena Kirk-Giannoulis]




DAWN


Peacock feathers in magnificent colors

bathe in light even distant corners;

but how pale are they

against the snowy fire

in the plumage of white swans.

Fallen masks

bring no revelation;

the delicate face behind them

still remains a mystery.

Your nacre-coloured skin

is even uncovered not naked;

it is a thin layer

between here and heaven

that goes far beyond the flesh.

When the pure soul emerges

it creates an explosive flame

that burns everything around it

unless it can be forged into love

by the hammer blows of time.





[»New Dawn Fades«, Joy Division (1979)]




05.00 A.M.


Sanfter als das Mondlicht

schimmert deine Haut

gezähmte Sonnen

hältst du am Zügel

Du verkörperst deine Seele

Harmonie in Vollendung

deine Drehungen, in denen

Yin und Yang

sich in einem Wirbel

scheu beinahe berühren

deine Bewegungen

gebieten dem Drachen der Ewigkeit

der Sternstaub atmet

andächtig sieht er dir zu

während er mit einem Herzschlag

den Ozean leerpeitscht

und mit seinem eigenen Feueratem

die Tränen seiner Sehnsucht einschmilzt

denn dein Tanz

ist größer als du

ist größer als er

denn Harmonie in Vollendung

ist Beginn und Ende

aller Zeit und allen Seins.





[»Before The Dawn«, Patrice Rushen (1975)]




05.00 A.M.


your skin shimmers

more softly than the moonlight

you are holding in your hands

the reins of the suns you tamed

You embody your own soul

harmony in perfection

in your subtle spirals

Yin and Yang quite shyly

almost touch each other

your movements

rule over the dragon of eternity

who breathes stardust

he watches you reverently

while he lashes with one heartbeat

the ocean empty

while he melts with his own fiery breath

the tears of his endless yearning

for your dance

is bigger than you

is bigger than him

because harmony in perfection

is the beginning and the end

of all time and all existence.





[»Farewell Again (Another Dawn)«, Kevin Ayers (1975)]




SOMMERMOMENT


Sternnebel, bunt wie

Schmetterlingsflügel

Die Sonne verbrennt

selbst leise Laute: Tempelstille.

Schließ die brennenden Augen

das Dunkel deiner Lider

wird zum Bildschirm deines Inneren;

gezeitenlos ruht

der goldbedeckte Seelengrund;

in Wimpernschlägen wehen,

weich wie violette Anemonen,

sachte Empfindungen,

Herzblutdiamanten.

Aus verborgenen Tiefen

steigt drachenalte Heilung;

Magma in schwebenden Blasen

Unsterbliche wissen

und fürchten nie.





[»Hello Dawn«, Steve Hillage (1977)]




SUMMER MOMENT


Star nebula, colorful like

butterfly wings;

The sun is melting

even quiet sounds: temple silence.

Close your burning eyes

the darkness of your eyelids

becomes the screen of your inner self;

the gold-covered ground of the soul

rests without tides;

in the beat of your eyelashes

dance softly like violet anemones,

gentle sensations,

deeply felt heart diamonds.

From hidden depths

rises healing, ancient as a dragon;

Magma rising in floating bubbles.

Immortals know

and never fear.



Sonntag, 19. Januar 2025

Z. Z. LIV [Daily Sirens »1974« (2024). Inspired by Marc Wie]

 


[»Autumn Leaves«, Ras Moshe Burnett (2023)]



The seas are wide and flow together. They have no borders and have room enough for all fish.

[Emile Habibi »The Secret Life of Saeed: The Pessoptimist« (1974)]




[»1974 (#22)«]



My act of rebellion would be absorbed like rain on an ocean and leave no trace. I would not cause a ripple.

[Joseph Heller »Something Happened« (1974)]




[»1974 (#44)«]



The bird is gone, and in what meadow does it now sing?

[Philip K. Dick »Flow My Tears, the Policeman Said« (1974)]




[»1974 (#222)«]



Conquerors, my son, consider as true history only what they have themselves fabricated.

[Emile Habibi »The Secret Life of Saeed: The Pessoptimist« (1974)]



1974 (Daily Sirens)

#1 Elvin Bishop „Let it Flow“

#2 Jeanne Lee „Yeh Come T' Be“

#3 Gentle Giant „No God's A Man“

#4 Hampton Hawes „Sierra Morena“

#5 Carla Bley „Caucasian Bird Riffles“

#6 Jackson Browne „Fountain Of Sorrow“

#7 Robin Trower „Little Bit Of Sympathy“

#8 Azar Lawrence „Bridge Into The New Age“

#9 Gene Harris „Don't Call Me Nigger, Whitey“

#10 Marion Brown „Sweet Earth Flying, Part Three“

#11 Miles Davis „Tatu (Part Two): 'Calypso Frelimo'

#12 Jerry Goldsmith „The Captive (From Chinatown)“

#13 Barry White „Can't Get Enough Of Your Love, Babe“

#14 Sparks „This Town Ain't Big Enough For Both Of Us“

#15 David Shire „Harry Carried (From The Conversation)“

#16 Udo Lindenberg & Das Panik-Orchester „Rudi Ratlos“

#17 Brian Eno „Burning Airlines Give You So Much More“

#18 Electric Light Orchestra „Can't Get It Out Of My Head“

#19 The Gil Evans Orchestra „Crosstown Traffic / Little Miss Lover“

#20 The Jimmy Castor Bunch Featuring The Everything Man „Potential“

#21 Richard Rodney Bennett „The Murder (From Murder On The Orient Express)“

#22 Leonard Rose & Glenn Gould „Adagio (From Sonata No. 3 in G Minor, BWV 1029)“

#23 El Camarón De La Isla & Paco De Lucía „Reniego Haberte Encontrao (Tientos)“

#24 The London Experimental Jazz Quartet „The Sound Of Next Year's Echo“

#25 The Gary Burton Quintet With Eberhard Weber „Tunnel Of Love“

#26 Jackie McLean & The Cosmic Brotherhood „Some Other Time“

#27 Grace Slick, Paul Kantner & Jefferson Starship „Hyperdrive“

#28 Isaac Hayes „You're In My Arms Again (From Truck Turner)“

#29 The Main Ingredient „Happiness Is Just Around The Bend“

#30 Bachman-Turner Overdrive „You Ain't Seen Nothing Yet“

#31 Peter Hammill „The Institute Of Mental Health, Burning“

#32 The Doobie Brothers „Take Me In Your Arms (Rock Me)“

#33 The Undisputed Truth „Save My Love For A Rainy Day“

#34 Kevin Ayers „Didn't Feel Lonely Till I Thought Of You“

#35 Lonnie Liston Smith & The Cosmic Echoes „Footprints“

#36 Bobby Bland „Ain't No Love In The Heart Of The City“

#37 Captain Beefheart & The Magic Band „Twist Ah Luck“

#38 Kenny Burrell „(I'm Afraid) The Masquerade Is Over“

#39 Al Wilson „You're The One Thing (Keeps Me Goin')“

#40 Alice Coltrane & Carlos Santana „Illuminations“

#41 Mahavishnu Orchestra „Smile Of The Beyond“

#42 Faramarz Payvar & Ensemble „Dastgāh Segah“

#43 Marcos Valle „Nossa Vida Começa Na Gente“

#44 Elis Regina & Antônio Carlos Jobim „Pois É“

#45 Volker Kriegel & Spectrum „Mild Maniac“

#46 Brigitte Fontaine & Areski „L'Engourdie“

#47 Curtis Mayfield „So You Don't Love Me“

#48 Lou Rawls „You Don't Miss Your Water“

#49 Bryan Ferry „Smoke Gets In Your Eyes“

#50 Bill Evans & Eddie Gómez „Invitation“

#51 Idris Muhammad „The Saddest Thing“

#52 Sarah Vaughan „Send In The Clowns“

#53 George Freeman „Till There Was You“

#54 Gato Barbieri „Viva Emiliano Zapata“

#55 Nancy Wilson „Try It, You'll Like It“

#56 Dewey Redman „Seeds And Deeds“

#57 Patrice Rushen „Puttered Bopcorn“

#58 Donald Byrd „You Are The World“

#59 Lafayette Afro-Rock Band „Conga“

#60 Jack DeJohnette „The Rock Thing“

#61 George McCrae „Rock Your Baby“

#62 Tom Waits „San Diego Serenade“

#63 Edward Vesala „Love For Living“

#64 Joe Henderson „Black Narcissus“

#65 Kenny Drew Trio „Dark Beauty“

#66 Cannonball Adderley „Pyramid“

#67 Stevie Wonder „Bird Of Beauty“

#68 Herbie Hancock „Spank-A-Lee“

#69 Sonny Fortune „Five For Trane“

#70 Return To Forever „Earth Juice“

#71 Joni Mitchell „Love Or Money“

#72 Bobbi Humphrey „Fun House“

#73 George Harrison „Dark Horse“

#74 Grateful Dead „Ship Of Fools“

#75 Anthony Braxton „Donna Lee“

#76 The Blackbyrds „Spaced Out“

#77 Lou Reed „Sally Can't Dance“

#78 Orquestra Mirasol „Hancock“

#79 Jordi Sabatés „Improvitsació“

#80 Bennie Maupin „Past Is Past“

#81 Freddie Hubbard „Too High“

#82 Funkadelic „Red Hot Mama“

#83 Jimmy Heath „Studio Style“

#84 David Bowie „Rebel Rebel“

#85 George Benson „Take Five“

#86 Billy Cobham „Crosswind“

#87 McCoy Tyner „Desert Cry“

#88 Labelle „Lady Marmalade“

#89 Jon Lucien „World Of Joy“

#90 Steely Dan „Pretzel Logic“

#91 Maria Muldaur „Oh Papa“

#92 Ringo Starr „Easy For Me“

#93 Ralph Towner „Nimbus“

#94 O'Donel Levy „Marbles“

#95 Kraftwerk „Mitternacht“

#96 Billy Swan „I Can Help“

#97 Stanley Clarke „Power“

#98 Gene Clark „No Other“

#99 Z.Z. Hill „It Ain't Safe“

#100 Bob James „Nautilus“

#101 Magnum „Evolution“

#102 Oregon „Rainmaker“

#103 Genesis „The Lamia“

#104 Milt Jackson „Rerev“

#105 Steve Kuhn „Trance“

#106 George Duke „Love“

#107 Yes „Sound Chaser“

#108 Sam Rivers „Bursts“

#109 T. Rex „Think Zinc“

#110 Donovan „Sadness“

#111 Billy Gault „Aisha“

#112 Can „Dizzy Dizzy“

#113 Nico „Secret Side“

#114 Atlantis „Brother“

#115 Airto „Hot Sand“

#116 War „Low Rider“

#117 Placebo „S.U.S.“

#118 Kiss „Parasite“

#119 Cluster „Rosa“

#120 ABBA „SOS“

#121 Area „Brujo“

#122 Trace „Once“

#123 Egg „Nearch“

#124 Cos „Halucal“

#125 Dzyan „Khali“

#126 Dalida „Justine“

#127 Googoosh „کویر

#128 Tavares „Too Late“

#129 Nektar „Little Boy“

#130 Ohio Players „Fire“

#131 Louis Hayes „Olea“

#132 America „Tin Man“

#133 Peggy Lee „Always“

#134 Sonny Stitt „Anone“

#135 King Crimson „Red“

#136 Phil Woods „Airegin“

#137 Wayne Shorter „Lilia“

#138 John Lennon „Scared“

#139 Santana „Aspirations“

#140 Supertramp „Asylum“

#141 Queen „Killer Queen“

#142 John Cale „Barracuda“

#143 The Whispers „Bingo“

#144 Van Morrison „Bulbs“

#145 Dory Previn „Atlantis“

#146 Nat Adderley „Quit It“

#147 Ken McIntyre „Naima“

#148 Keith Jarrett „Vapallia“

#149 Eddie Harris „That's It“

#150 Joe Farrell „Seven Seas“

#151 Gong „Perfect Mystery“

#152 Chicago „Ain't It Blue?“

#153 Tim Buckley „Helpless“

#154 Etta James „Power Play“

#155 Shirley Brown „Passion“

#156 Gamma „Heart Rhythm“

#157 Thin Lizzy „She Knows“

#158 Flora Purim „Casa Forte“

#159 The Meters „People Say“

#160 Robert Wyatt „Sea Song“

#161 Terje Rypdal „The Hunt“

#162 Alan Price „Jarrow Song“

#163 Jukka Tolonen „Starfish“

#164 Randy Newman „Guilty“

#165 Isotope „Golden Section“

#166 Mountain „Sister Justice“

#167 Lee Konitz „What's New“

#168 Paul Bley „Ojos De Gato“

#169 Status Quo „Lonely Man“

#170 Popol Vuh „Morgengruß“

#171 Mandrill „Positive Thing“

#172 Françoise Hardy „Ce Soir“

#173 The Temptations „Firefly“

#174 Pierrot Lunaire „Invasore“

#175 Ron Carter „El Noche Sol“

#176 Cecil McBee „Tulsa Black“

#177 Pat Martino „Impressions“

#178 Carole King „Nightingale“

#179 Renaissance „Black Flame“

#180 Tete Montoliu „Margareta“

#181 Billy Nicholls „Sometimes“

#182 Billy Joel „The Entertainer“

#183 Jeremy Steig „Djinn Djinn“

#184 Fleetwood Mac „Bad Loser“

#185 Neil Young „On The Beach“

#186 David Axelrod „My Family“

#187 Janis Ian „From Me To You“

#188 Carlos Garnett „Black Love“

#189 The Kinks „Mirror Of Love“

#190 Melvin Van Peebles „There“

#191 Jack Bruce „Pieces Of Mind“

#192 Yumi Arai „海を見ていた午後

#193 James Brown „Coldblooded“

#194 James Gang „Spanish Lover“

#195 Phil Ranelin „Black Destiny“

#196 Gal Costa „Lágrimas Negras“

#197 Monk Montgomery „Reality“

#198 Muriel Winston „Soul Trane“

#199 Arlo Guthrie „Nostalgia Rag“

#200 Fruupp „Prince Of Darkness“

#201 Earth, Wind & Fire „Reasons“

#202 Esther Phillips „Performance“

#203 Cat Stevens „Oh Very Young“

#204 Wet Willie „Keep On Smilin'“

#205 Ray Manzarek „The Gambler“

#206 Barry Manilow „Home Again“

#207 Cockney Rebel „Psychomodo“

#208 Freda Payne „A Song For You“

#209 Clara Nunes „Conto De Areia“

#210 Elton John „The Bitch Is Back“

#211 Dick Griffin „Jakubu's Dance“

#212 Lester Bowie „Lonely Woman“

#213 Melanie „Love To Lose Again“

#214 Graham Central Station „Hair“

#215 Joe Cocker „Where Am I Now“

#216 Genya Ravan „Whipping Post“

#217 Bobby Womack „Jealous Love“

#218 Ralph McTell „Maginot Waltz“

#219 Shuggie Otis „Aht Uh Mi Hed“

#220 Leo Sayer „Giving It All Away“

#221 Albert Hammond „I'm A Train“

#222 Kenny Barron „The Procession“

#223 Roxy Music „All I Want Is You“

#224 Bobby Hutcherson „Rosewood“

#225 Joanne Grauer „Inside Outside“

#226 Georg Kreisler „Im Warenhaus“

#227 Connie Crothers „Convergence“

#228 Aretha Franklin „Without Love“

#229 Ronnie Foster „On The Avenue“

#230 Marcus Belgrave „Odom's Cave“

#231 Hubert Laws „Moment's Notice“

#232 Barbra Streisand „Life On Mars“

#233 Mikel Laboa „Pasaiako Herritik“

#234 Ella Fitzgerald „The Man I Love“

#235 Harry Nilsson „Don't Forget Me“

#236 Woody Shaw „Katrina Ballerina“

#237 Eric Clapton „I Shot The Sheriff“

#238 Bob Dylan „Tangled Up In Blue“

#239 Jorge Ben „Errare Humanum Est“

#240 Joan Baez „Cucurrucucú Paloma“

#241 J. Geils Band „Must Of Got Lost“

#242 Blue Magic „Stringin' Me Along“

#243 Charles Sullivan „Evening Song“

#244 Marcello Melis „Perdas De Fogu“

#245 Butts Band „Corner Of My Mind“

#246 Andrew Hill Trio „Lost No More“

#247 The Isley Brothers „Hello It's Me“

#248 Led Zeppelin „The Wanton Song“

#249 Deep Purple „Soldier Of Fortune“

#250 Egberto Gismonti „Scheherazade“

#251 Eddie Kendricks „Shoeshine Boy“

#252 Ange „Les Longues Nuits D'Isaac“

#253 Joan Armatrading „Body To Dust“

#254 Dan Fogelberg „Changing Horses“

#255 Gonzalez „Underground Railroad“

#256 Jethro Tull „Bungle In The Jungle“

#257 Earl Hines „Love Me Or Leave Me“

#258 John Abercrombie „Remembering“

#259 Betty Everett „Try It, You'll Like It“

#260 Soft Machine „The Floating World“

#261 Ten Years After „Nowhere To Run“

#262 Paul McCartney & Wings „Sally G“

#263 Bill Connors „My Favorite Fantasy“

#264 Barbara Mason „The Devil Is Busy“

#265 Gino Vannelli „People Gotta Move“

#266 Khan Jamal „Give The Vibes Some“

#267 Kathi McDonald „All I Want To Be“

#268 Boz Scaggs „There Is Someone Else“

#269 Ovidi Montllor „Una Nit A L'Opera“

#270 Badfinger „Got To Get Out Of Here“

#271 Czesław Niemen „I Search For Love“

#272 Jimmy McGriff „The Main Squeeze“

#273 Leonard Cohen „Take This Longing“

#274 Moacir Santos „Early Morning Love“

#275 The 5th Dimension „House For Sale“

#276 Wolf Biermann „Kleine Ermutigung“

#277 Minnie Riperton „Take A Little Trip“

#278 Hugh Masekela „Stimela (Coaltrain)“

#279 Mary Lou Williams „Praise The Lord“

#280 Linda Ronstadt „Heart Like A Wheel“

#281 Gordon Lightfoot „Rainy Day People“

#282 Kool & The Gang „Summer Madness“

#283 Harold McKinney „Out Of The Blues“

#284 Gilbert O'Sullivan „A Woman's Place“

#285 Paul Motian „Tuesday Ends Saturday“

#286 Sly & The Family Stone „Loose Booty“

#287 Dakota Staton „Save This Love Affair“

#288 Muddy Waters „Rollin' And Tumblin'“

#289 Bad Company „Feel Like Makin' Love“

#290 Alphonse Mouzon „Golden Rainbows“

#291 Weather Report „Mysterious Traveller“

#292 Andy Mackay „Ride Of The Valkyries“

#293 Roy Ayers Ubiquity „The Boogie Back“

#294 Charles Tyler/Ensemble „Just For Two“

#295 Sweet Okay Supersister „Nosy Parkers“

#296 Billy Harper & Jon Faddis „Jon & Billy“

#297 Dee Dee Bridgewater „Love Vibrations“

#298 Juice Leskinen & Coitus Int „Odysseus“

#299 Baikida E.J. Carroll „Orange Fish Tears“

#300 Brian Gascoigne „Ants (From Phase IV)“

#301 The Rolling Stones „Dance Little Sister“

#302 Bo Diddley „He's Got All The Whiskey“

#303 Rita Lee & Tutti Frutti „Círculo Vicioso“

#304 Manfred Mann's Earth Band „Sky High“

#305 Doug Sahm „Catch Me In The Morning“

#306 Renée Geyer „It's A Man's Man's World“

#307 Quincy Jones „Everything Must Change“

#308 Dexter Gordon Quartet „The Apartment“

#309 Jerry Goodman & Jan Hammer „No Fear“

#310 Anne Murray „Highly Prized Possession“

#311 Darryl Way's Wolf „We're Watching You“

#312 Dahmane El Harrachiذاك المقنين الزين“

#313 Jeff Beck „Cause We've Ended As Lovers“

#314 Tom Rush „Indian Woman From Wichita“

#315 Eddie Jefferson „I Just Got Back In Town“

#316 Average White Band „Pick Up The Pieces“

#317 Les McCann „Someday We'll Meet Again“

#318 Bob Marley & The Wailers „Talkin' Blues“

#319 Maggie Bell „As The Years Go Passing By“

#320 Shirley Bassey „I'm Nothing Without You“

#321 Franco Battiato „I Cancelli Della Memoria“

#322 Karen Krog „Sing Me Softly Of The Blues“

#323 The Love Unlimited Orchestra „Dreaming“

#324 The Staple Singers „Back Road Into Town“

#325 Marek Grechuta „W Pochodzie Dni I Nocy“

#326 Marinella & Tolis Voskopoulos „Τι ζητάμε“

#327 Rita Coolidge „Hold An Old Friend's Hand“

#328 Roswell Rudd „Waltzing In The Sagebrush“

#329 Shamek Farrah „Watch What Happens Now“

#330 Blood, Sweat & Tears „Look Up To The Sky“

#331 Margo Thunder „Expressway To Your Heart“

#332 Stéphane Grappelli & Baden Powell „Isaura“

#333 Dave Liebman „Satya Dhwani (True Sound)“

#334 Willie Hutch „Foxy Lady (From Foxy Brown)“

#335 Bonnie Raitt „That Song About The Midway“

#336 Thad Jones & Mel Lewis „Blues In A Minute“

#337 Reinhard Mey „Ich Bin Klempner Von Beruf“

#338 Rufus & Chaka Khan „Once You Get Started“

#339 Sam Jones „I Didn't Know What Time It Was“

#340 Andy Bey „I Know This Love Can't Be Wrong“

#341 Parliament „Whatever Makes Baby Feel Good“

#342 Romano Mussolini Trio „Blues For Alexandra“

#343 Guillermina Motta „Canço Dels Vells Amants“

#344 Scott Walker „You're Young And You'll Forget“

#345 Slapp Happy / Henry Cow „Caucasian Lullaby“

#346 Dr. John „What Comes Around (Goes Around)“

#347 The Ensemble Al-Salaam „Vibration Love Call“

#348 Alex North „The Corpse Walker (From Shanks)“

#349 Walter Norris & George Mraz „A Child Is Born“

#350 Greenslade „Theme For An Imaginary Western“

#351 Professor Longhair „Meet Me Tomorrow Night“

#352 Mott The Hoople „Through The Looking Glass“

#353 Fenton Robinson „Somebody Loan Me A Dime“

#354 Astor Piazzolla & Gerry Mulligan „Deus Xangô

#355 Tyrone Washington „Universal Spiritual Revolt“

#356 Shirley (And Company) „Shame, Shame, Shame“

#357 Cold Blood „When My Love Hand Comes Down“

#358 Weldon Irvine „Walk That Walk; Talk That Talk“

#359 Bridget St. John „Song For The Waterden Widow“

#360 Vivian Stanshall „Afoji Ti Ole Riran (Dead Eyes)“

#361 Charles Mingus „Remember Rockefeller At Attica“

#362 Dionne Warwicke And Spinners „Then Came You“

#363 Jerry Garcia „That's What Love Will Make You Do“

#364 Bruce Cockburn „All The Diamonds In The World“

#365 Bill Withers „The Same Love That Made Me Laugh“

#366 Candi Staton „As Long As He Takes Care Of Home“